Home Heilpflanzen zur Jahreszeit Die Brennnessel

Die Brennnessel

Urtica dioica L. (große Brennnessel) – Urtica urens L. (kleine Brennnessel)
Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Zu einer kurmäßigen Reinigung des Stoffwechsels nach den Wintermonaten wird die Brennnessel vor allem in der Naturheilkunde eingesetzt. Ihre Blätter werden auch bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnorgane zur Durchspülung verwendet. Die Wurzel kommt dazu noch therapiebegleitend als Extrakt oder Tee bei gutartigen Prostataerkrankungen zur Anwendung.

Die Brennnessel wächst an Garten- und Wegrändern, Unkrautfluren und vielen anderen Standorten. Die große Brennnessel wird bis 150 cm groß, die kleine Brennnessel bis 50 cm. Als Inhaltsstoffe finden sich in den Blättern 1 – 2 % Flavonoide, 1 – 4 % zum Teil wasserlösliche Silikate, Sitosterol und Fette, in den Brennhaaren kleine Mengen an Acetylcholin, Serotonin und Ameisensäure.

Anwendungen
Blätter und Kraut werden bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnorgane angewendet. Die Blätter können als Teeaufguss innerlich und äußerlich zur unterstützenden Behandlung bei rheumatischen Beschwerden helfen. In der Naturheilkunde werden sie zur Verbesserung des Blutes, zur Haarpflege und als leicht wassertreibendes Mittel eingesetzt. Die Wurzel wird als Tee oder Extrakt in Fertigarzneimitteln zur unterstützenden Behandlung von Miktionsbeschwerden bei gutartigen Prostataveränderungen angewendet.

Achtung:
Bei Ödemen (Wasseransammlungen) durch eine eingeschränkte Nieren- oder Herztätigkeit ist bei der Anwendung von Brennnesselzubereitungen Vorsicht geboten und zuvor Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Bei allergischen Reaktionen ist die Anwendung sofort abzubrechen.

Zubereitungsformen
Homöopathie: Urtica urens (die kleine Brennnessel), innerlich bei nesselsuchtartigen Ausschlägen, Gicht und Nierenleiden; äußerlich als Spray bei Sonnenbrand und Verbrennungen.
Brennnesselspiritus: In Haarwässern und äußerlich für Einreibungen.
Frischpflanzensaft: Als Frühlingskur zur Belebung des Stoffwechsels.
Frischpflanze: Junge Blätter als Beigabe im Salat oder gekocht als „Brennnesselspinat“.

Teezubereitung
3 – 4 TL Brennnesselblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen; 2 bis 3-mal täglich trinken.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar