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Der Ginseng

Panax ginseng C.A. Meyer
Familie der Araliengewächse (Araliaceae)
Ginsengtonika werden zur Stärkung und Kräftigung bei Neigung zu Müdigkeit, Schwächegefühl, Leistungs- und Konzentrationsschwächen und in der Rekonvaleszenz eingenommen. Gesamtextrakte sind immunstimulierend, verbessern die Gedächtnisleistung und stimulieren die Gehirnaktivität.

Koreanischer Ginseng wird am meisten geschätzt, gefolgt von Sorten aus China und Japan. Beim weißen Ginseng aus Korea werden die Wurzeln sofort nach dem Ernten und Waschen getrocknet. Roter Ginseng wird nach dem Waschen einer bis zu 4-stündigen Behandlung mit heißem Wasser ausgesetzt, so bekommt er seine rötliche Farbe. Medizinisch verwendete Wurzeln kommen vorwiegend aus Kulturen. Der Hauptteil der Wirkung wird den Ginsenosiden zugeschrieben, die in einer Konzentration von 2 – 3 % vorkommen. Es sind etwa 25 dieser Ginsenoside bekannt, die eine Triterpensaponinstruktur aufweisen und zu Sexualhormonen und Cortisol Verwandtschaft zeigen. Neben einem großen Stärkeanteil enthält die Ginsengwurzel noch kleine Mengen an Polyacetylenen, Polysacchariden und ätherischem Öl.

Anwendungen
Ginsengextrakte enthalten meist 4 – 8 % Ginsensoside. Die tägliche Dosis sollte bei 100 mg Extrakt, auf einmal eingenommen, liegen. Zu beachten ist, dass in Europa der weiße Ginseng offizinell ist, seine Extrakte enthalten ca. 4 % Ginsensoside; in Extrakten aus dem in Japan offizinellen roten Ginseng finden sich bis 8 %. Ginsengtonika werden zur Stärkung und Kräftigung bei Neigung zu Müdigkeit, Schwächegefühl, Leistungs- und Konzentrationsschwächen und in der Rekonvaleszenz eingenommen. Nebenwirkungen sind selten, bei hoher Dosierung und langer Anwendung können aber Schlaflosigkeit, Nervosität, erhöhter Blutdruck und Durchfall auftreten.

Teezubereitung
3 g fein geschnittener Droge mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 5 –10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Als Kur sind täglich 1 – 3 Tassen über mehrere Wochen zu empfehlen.

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