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von redaktion

Ein sinnliches Kochtagebuch

Willkommen in Claudios Küche, in der zweimal pro Tag gekocht wird. Obwohl ihm das viele Leute immer wieder nahelegten, wollte er nie ein Restaurant eröffnen. Aber er wollte immer ein offenes Haus, in dem viel gekocht wird, liebe Menschen zum Essen zusammen kommen und lange sitzen bleiben.

In seinem Kochtagebuch gibt es alles, was Claudio so im Laufe eines Jahres kocht. Seine Rezepte und Anleitungen sind gespickt mit hilfreichen Gedanken und einer wichtigen Haltung: Ehrlich und aufrichtig kochen mit Sorgfalt und Hingabe. Auch wenn es nur Bratkartoffeln sind. Es sollen ja jedes Mal die besten Bratkartoffeln werden, die man je zubereitet hat. Und die Jahreszeiten begleiten uns. Sie zeigen uns, wann wir was einkaufen sollen. Nämlich dann, wenn die Dinge reif sind und somit am besten schmecken. Für das Einkaufen sollten wir uns übrigens besonders viel Zeit nehmen, ebenso wie für die Zubereitung. Aus Respekt gegenüber den guten Produkten und jenen, die sie erzeugt haben, und erst recht gegenüber den Menschen, für die wir sie zubereiten – und schließlich auch aus Respekt für uns selbst.

Gut kochen. Besser essen.
Was heißt eigentlich gut kochen? Es heißt ja, Kunst komme von Können. Nicht ganz. Denn mit Können im Sinne von Kenntnis hat Kunst nur bedingt zu tun. Mehr mit der Freiheit und Fähigkeit, das zu tun, was man tun möchte. Dass Kochen eine Kunst ist, geht Claudio zu weit. Aber dass es mit Können zu tun hat, steht außer Zweifel. Und das gilt für jedes Niveau, vom einfachen Gericht bis zur Gourmetspitze. Wer das Kochen nicht beherrscht, kocht schlecht. Darüber können auch ausgefallene Kreationen nicht hinwegtäuschen. Doch jeder kann sich die Fähigkeit, gut zu kochen, aneignen. Jeden Tag ein wenig mehr, wenn man gewillt ist – und geduldig. Man braucht kein Ausnahmetalent. Die Belohnung ist groß. Kochen macht nicht weniger glücklich, als sich jeden Tag etwas Gutes zu tun. So geht es Claudio jedenfalls. Ohne zu kochen, sagt er, würde er depressiv werden. Ob vielleicht manche Zeitgenossen deshalb so schlecht drauf sind?

Italienisch denken beim Kochen
Claudios Eltern sind aus Italien und die Liebe zum Kochen hat er als Erbgut in die Wiege gelegt bekommen. Seine Einstellung ist eine durch und durch italienische. Das fängt damit an, dass man nicht erst ans Kochen denkt, wenn der Magen knurrt. Man schaut voraus, teilt die Arbeit in kleine Schritte auf, hält einen Vorrat und bereitet vieles schon mal vor. Kauft gute Produkte ein, sucht sie einzeln aus, handverlesen, berauscht sich an ihrer Schönheit. Richtige, echte Lebensmittel, keine Fertigpackungen. Man freut sich auf die Arbeit in der Küche. Auf das Handwerk, das es für die Zubereitung braucht, weil man diese Arbeitsschritte liebt und sie die Zeit mit Schönheit erfüllen. •


Rezepte mit italienischem Flair von Claudio Principe:

Catalogna Bruschetta

Bitter ist besser


Zuppa di frittatine

Flädlesuppe


Chitarra ragu

Spiel mir das Lied der Spaghetti


Buchtipp: a Casa

Gut kochen. Besser essen. Jeden Tag.

Claudio Del Principe, AT Verlag
Einband: Halbleinen, 320 Seiten, 100 Farbfotos
D 39,90 €, A 41,10 €, CH 41,90 sFr
ISBN 978-3-03800-970-2
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Ein sinnliches Kochtagebuch mit 200 italienisch inspirierten Rezepten. Ein Buch für alle, die von Trendhäppchen genug haben und der schnellen Küche, die uns Zeitersparnis als Gewinn verkaufen möchte, misstrauen. Es ist eine Liebeserklärung an Langsamkeit, Achtsamkeit und Sorgfalt. Zeit als wesentliche Zutat für mehr Geschmack.

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