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Der Löwenzahn

Taraxacum offizinale agg.
Familie der Korbblütler (Asteraceae)
In der Medizin sind die positiven Wirkungen des Löwenzahns auf den Verdauungstrakt anerkannt. Er wird bei Appetitlosigkeit sowie Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl angewendet. Die Leber und die Nieren werden zu mehr Aktivität und höherer Leistung angeregt, wodurch nicht nur die Entgiftungsleistung angekurbelt wird, sondern auch der Darm und die Verdauung profitieren.

Der Löwenzahn wächst praktisch überall, auf trockenen Böden und zwischen Steinen, auf saftigen Wiesen und an Wegrändern. Er kommt fast auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel vor und sogar in Südamerika ist er heimisch geworden. Der leicht bittere Geschmack der Blätter stammt von den enthaltenen Bitterstoffen (Eudesmanolide, Germacranolide und Taraxacoside). Die Blütenblätter enthalten Triterpene, Sterole, Vitamine und Carotine. Flavonoide finden sich in den Blättern und Blüten. Dazu kommen Aminosäuren und Kalium, das im Kraut bis 4,5 % und in der Wurzel bis 2,5 % Gehalt ausweist. Die Wurzel enthält noch Kohlenhydrate, Schleimstoffe, Zucker (im Frühjahr bis 18 % als Fructose) und Inulin (im Frühjahr bis 2 %, im Herbst sogar bis 40 %).

Anwendungen
Bei Appetitlosigkeit und Völlegefühl oder Blähungen sowie bei Störungen des Gallenflusses wird Löwenzahn angewendet. Nieren und Leber werden zu mehr Aktivität angeregt und auch die Verdauung. Bei Gallensteinen kann eine kurmäßige Anwendung von Löwenzahntee oder Löwenzahnsaft hilfreich sein: Die Kolikneigung wird gesenkt, bestehende Gallensteine werden aber nicht aufgelöst. In größeren Mengen wird der Tee zur Durchspülung bei Nierensteinen eingesetzt.

Achtung:
Bei Verschluss der Gallenwege oder Verschluss des Dünndarms darf Löwenzahn nicht eingesetzt werden!

Teezubereitung (zur Durchspülung)
2 Esslöffel Löwenzahndroge mit 1/2 Liter kaltem Wasser aufgießen und zum Kochen erhitzen. 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und mit warmem Wasser auf 1,5 Liter Tee verdünnen. Diese Menge soll in 15 – 20 Minuten getrunken werden.

In der Naturmedizin erfolgen Löwenzahnteekuren auch bei Rheuma und Gicht sowie zur Stärkung des Bindegewebes. Durch die stoffwechselanregende Wirkung ist Löwenzahn oft Bestandteil so genannter Blutreinigungstees und von Teemischungen, die bei rheumatischen Erkrankungen und Hautproblemen gegeben werden.

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